29.5.2021:

Lange hat es gedauert, vor allem im Vergleich zum letzten Jahr, dass uns die kühlen Temoeraturen verlassen (Dies ist übrigens kein Argument gegen den Klimawandel sondern global gesehen leider dafür). Nun aber beginnt das große Blühen auf der Wiese. Bereits angefangen haben das Barbarakraut, die Wiesen-Margerite, einzelne Vergissmeinnicht, die Weiße Lichtnelke und das Taubenkropf-Leimkraut. Dazu kommen ein Hahnenfuß, Wicken, sowie die ersten Blüten von Büschelschön (auch Phacelie) genannt und Acker-Senf. Im Bereich, der erst im letzten Jahr hinzukam, dominiert derzeit der Fenchel mit seinen kleinen weißen Blüten. Seine Blätter weisen einen typischen, anisartigen Geruch auf. Auch blüht hier der pinke Balkan-Storchschnabel (Geranium macrorrhizum), der aus der Bepflanzung der Wohnanlage stammt. Er ist momentan ein Bienenmagnet, neigt aber dazu sich unkontrolliert in angrenzende Beete zu verteilen und gilt durchaus als invasiver Neophyt. Sehr versteckt auf der anderen Seite habe ich Anfang April noch ein paar Maiglöckchen gepflanzt, die nun etwas verspätet austreiben. Ich bin gespannt, wie viele davon noch Blüten bilden.

Die höhere Blütenzahl und die gestiegenen Temperaturen ziehen nun auch tierische Besucher an. Gestern erst gesehen habe ich: den Siebenpunktmarienkäfer, den Asiatischen Marienkäfer, den Metallfarbenen Schnelllläufer (Harpalus affinis), und auch der Wollkrautblütenkäfer ist wieder da. Dazu kamen Mauer-Zebraspringspinne, eine Krabbenspinne der Gattung Xysticus, eine Igelfliege, eine Matte Schwarzkopfschwebfliege, zahlreiche Schaufel-Spornzikaden, die ungeliebte Marmorierte Baumwanze, Heuschrecken-Larven noch unbestimmter Art, Rote Mauerbienen (Osmia bicornis), eine Breitgebänderte Wespenbiene (Nomada signata) und drei weitere, noch unbestimmte Wildbienenarten.

Einen Ausschnitt davon sehen Sie hier: