13.5.2020:

Mir ist letztes schon aufgefallen, dass selbst diese kleine Fläche der Blumenwiese nicht gleichmäßig ist in ihrer Verteilung vor allem der Pflanzenarten. Von oben betrachtet offenbaren sich dann tatsächlich verschiedene Abschnitte (analog den Bereichen auf dem Bild unten):

1) Im Bereich ganz rechts (wo bis vor kurzem die lilafarbenen Anemonen blühten) und der sich überwiegend im Schatten befindet, ist im Oktober letzten Jahres die Fläche gemäht worden. Dort wachsen die Pflanzen momentan dicht und zur Zeit blühen dort unter anderem ein Acker-Stiefmütterchen, zwei verschiedene Wickenarten, ein kleiner Borretsch sowie Echtes Barbarakraut. Auch der Wiesenlöwenzahn war überwiegend dort zu finden.

2) Im mittleren Bereich war im Herbst der Pflanzenbewuchs in Teilen an den Wurzeln weggefault und die Fläche daher zu Beginn des Jahres recht offen. Hier ist schwerpunktmäßig die Blüte der Wiesen-Margerite und des Raps zu beobachten.

3) Links daneben ist ein ca. 1-2 qm großer Fleck, der im letzten Jahr nicht gemäht wurde. Hier blüht vor allem die Weiße Lichtnelke, das Taubenkropf-Leimkraut, bald die Schafgarbe und auch eine Moschus-Malve vom letzten Jahr ist bereits an ihren Blätter zu erkennen.

4) Überall im Hintergrund finden sich von mir nicht gepflanzte Arten. Darunter sind eine Salbei-Art, die kurz vor der Blüte steht (wohl Salvia nemorosa), einige Vergissmeinnicht-Pflanzen (wohl verwildertes Wald-Vergissmeinnicht) sowie vor der Hauswand abwechselnd Rote Spornblume und eine Liliengewächsart. Die genaue Artbestimmung finde ich vor allem bei Zierpflanzen oft sehr schwierig und ist - zumindest für mich - teilweise nicht möglich.

5) Neu dazugekommen ist der schmale Bereich daneben, der im letzten Jahr ebenso wie der Bereich hinter dem Baum ohne Bewuchs war - von Selbstaussaaten abgesehen. Auf dieser Fläche habe ich Mitte März insektenfreundliches Saatgut ausgebracht und warte nun darauf, als was sich die kleinen Keimlinge entpuppen. Zudem blühen dort nun verspätet meine letzten Frühblüher (ein paar Traubenhyazinthen und Blausternchen).

Eindeutig ist, dass sich bereits auf dieser kleinen Fläche verschiedene Mikrohabitate zeigen, die verschiedene Pflanzen begünstigen und damit bestimmte Tierarten anziehen.

 Mikrohabitate Blumenwiese