4.7.2020:

Sehr schön blüht nun die rosafarbene Bechermalve, eine einjährige Pflanze, die über einen Meter hoch werden kann. Da hat sie allerdings noch viel Luft, da sie zur Zeit erst ca. 40 cm groß ist. Allerdings hat sie direkt im Schatten der Eberesche einen denkbar schlechten Standort, um ihr volles Potenzial auszuschöpfen.

Im Hintergrund und vom Gehweg aus nicht zu sehen blüht nun auch die Kleine Braunelle. Nur wenig größer ist auf der Blumenwiese recht mittig die weißlich behaarte Kleinblütige Königskerze zu finden. Einige Meter weiter vor dem Nachbarhaus sind allerdings zwei deutlich höhere Exemplare zu sehen.

In den letzten Tagen habe ich von einigen Pflanzen die reifen Samen "geerntet", um sie bald wieder auf den noch etwas freieren Bereich der Wiese auszubringen. Völlig abgereift ist zur Zeit z.B. die Margerite, aber auch einige Klatschmohnkapseln, Kapseln des Taubenkropf-Leimkraut sowie der Moschus-Malve sind schon soweit. Beim Natternkopf sind die ersten Samen auch bereits reif. Die verblühten Dolden der Roten Spornblume habe ich allerdings entfernt, da die flugfühigen Samen zu einer unkontrollierten Verbreitung führen und so die Artenvielfalt der Wiese durch Überwuchern gefährden würden.

An tierischen Bewohnern war ein (bislang noch unbestimmter) Käfer und eine Florfliege zu Besuch. Auch einige Wespen konnte ich beobachten. Da diese aber auf der Jagd die Blüten abfliegen, sind sie sitzend nur selten anzutreffen und damit schwer vor die Linse zu bekommen. Einfach ist dagegen das Exemplar der Streifenwanze zu finden, dass seit Tagen immer in der gleichen Dolde der Wilden Möhre sitzt. Sehr ähnlich der Späten Großstirnschwebfliege ist die Frühe Großstirnschwebfliege (Scaeva selenitica), die sich aber durch gelbe statt weiße Flecken auf dem Hinterleib auszeichnet. Ich konnte sie auf der Wegwarte mit der Kamera erwischen.

Hier finden Sie die neusten Fotos: