9.7.2021:

Im Gegensatz zum letzten Jahr ist in diesem Jahr die Trockenheit glücklicherweise kein Thema. Seit April regnet es jeden Monat deutlich mehr als im vergleichbaren Vorjahresmonat und der neue Schlauch zur Bewässerung kann im Keller liegen bleiben. Gestern Nachmittag fiel in kürzester Zeit sogar extem viel Regen (knapp 10 Liter pro qm) und der Kanal konnte die Wassermassen kaum aufnehmen. Leider wird bei so heftigem Niederschlag die Vegetation stark heruntergedrückt und viele Pflanzen liegen im Moment platt bis auf den Gehweg.

Spannend finde ich, dass die Pflanzen einen ganz anderen Schwerpunkt aufweisen, als im letzten Jahr. Dort waren z.B. die großen Natternköpfe dominierend, von denen es in diesem Jahr nur drei kleine gibt. Die Wilde Karde fehlt in diesem Jahr leider ganz. Auch die Rote Spornblume ist in diesem Jahr weniger auffällig. Neu mit dabei ist dafür das gelbe Johanniskraut und deutlich mehr geworden ist die blaue Wegwarte. Erneut zahlreich vertreten sind inzwischen verschiedene Doldenblütler wie die Wilde Möhre. Die typischen Acker-Pflanzen wie Kornblume, Mohn und Raps haben sich an die Ränder zurückgezogen. Ihnen muss ich im nächsten Jahr wohl durch bewusstes Freiräumen von Bereichen wieder neue Flächen schaffen.

Zudem habe ich ein neues Schild aufgestellt mit vier Insektenarten, die ich auf der Wiese gefunden habe (Zottiger Bienenkäfer, Zebraspringspinne, Pinselkäfer und Wiesenschaumzikade). Es soll Passanten die Arten zeigen und verdeutlichen, dass im grünen Gestrüpp vielfältiges Leben steckt. Insgesamt habe ich in diesem Jahr bereits über 50 Insektenarten auf dieser kleinen Fläche bestimmen kännen.