30.4.2020:

Inzwischen blühen die ersten "richtigen" Wiesenpflanzen: die Wiesen-Margerite, die Weiße Lichtnelke, das Taubenkropf-Leimkraut, das Acker-Stiefmütterchen und zwei noch zu bestimmende gelbe Kreuzblütler, die sich in ihrer Größe und Blattform unterscheiden. Auch ein später Krokus hat es nun geschafft, nachdem die Zwiebeln ja leider erst im Januar in die Erde gekommen sind. Naja, das nächste Jahr wird er pünktlich sein. Die Winterlinge dagegen verbreiten inzwischen ihre reifen Samen. Hofffentlich kann ich also im nächsten frühen Frühling noch mehr Winterlinge begrüßen.

Mir kommt das zwar immer noch alles so wenig vor, wenn ich aber bedenke, dass ich im letzten Jahr am 23. Mai erst das erste Saatgut ausgebracht habe, kann sich die Begrünung auf jeden Fall sehen lassen. Was mich stört ist, dass es scheinbar einen recht starken Bewuchs mit "Unkräutern" gibt, die sich selbst gesät haben und im Begriff stehen, die gewünschte Vielfalt zum Teil zu überwuchern. Wichtig ist daher, die Arten der Fläche zu bestimmen und gegebenenfalls einigen Wildwuchs zu dezimieren. Auch wenn zum Beispiel das Vergissmeinnicht zur Zeit schön blüht, scheint es sich recht offensiv zu verbreiten, ebeso wie der Salbei, eine Wicke und natürlich der omnipräsente Löwenzahn und das Behaarte Schaumkraut.

Meine Insektentränke wird inzwischen auch angenommen z.B. von den Feldwespen (zu dem Thema demnächst mehr) und sogar ein Weibchen einer Großen Pechlibelle konnte ich vor die Linse bekommen. Hierbei handelt es sich um ein Weibchen in der Jugendfärbung, die als rufescens bezeichnet wird, die sich wohl in der nächsten Woche in das adulte, bräunlich gefärbte Weibchen entwickeln wird. Ich halte die Augen nach ihr offen.

Inzwischen regnet es - endlich! - mal wieder. Das ist gut für meine Wiese und natürlich auch alle waldbrandgefährdeten Gebiete.

Hier wieder ein paar Bilder der Fläche: